Lupe, die einen Wassertropfen vergrößert. Darin verschiedenfarbige Partikel.

Was ist passiert?

Als junge/r Wissenschaftler*in wurdest du neu in ein gerade erst gegründetes Forschungsteam aufgenommen. Heute hast du zum ersten Mal deine neuen Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Eure Chefin, Frau Dr. Berger, ist Biochemikerin und Mikrobiologin. Sie befindet sich gerade auf einer Forschungsreise im Ausland.

Vor fünf Minuten kam die Assistentin von Frau Dr. Berger sehr aufgeregt zu euch und berichtete von einem Telefonat mit dem Bürgermeister eurer Stadt. Eine ortsansässige Biotech-Firma forscht auf dem Gebiet des biologischen Abbaus von Plastik mittels Bakterien. Sie arbeiten an verschiedenen Stämmen von Bakterien, darunter auch genetisch modifizierte. Eine tolle Sache und vielleicht der Durchbruch bei der Bekämpfung des Plastikmülls in den Meeren.

Heute Morgen ist jedoch ein Unfall im Labor passiert und es ist nicht klar, ob einer der modifizierten Bakterienstämme ins Trinkwasser der Stadt entwichen ist. Zwar stellen die Bakterien für den Menschen keine direkte Gesundheitsgefahr dar. Es ist jedoch nicht bekannt, ob die Freisetzung indirekte Konsequenzen für Menschen oder die Umwelt haben kann.

Aufgrund der unklaren Situation wurde das Trinkwasser vorsorglich abgesperrt. Eine Katastrophe für die Stadt! Die Krankenhäuser und Pflegeheime haben auf Notversorgung umgestellt, die Bevölkerung wurde informiert. Aber die Reserven reichen nur für wenige Stunden. Es muss daher so schnell wie möglich geklärt werden, ob sich eine veränderte Variante des Bakteriums im Trinkwasser befindet. Ansonsten muss aufgrund des Wassermangels Katastrophenalarm ausgelöst werden und es besteht Seuchengefahr.

Der Bürgermeister hat Frau Dr. Berger dringend um Hilfe gebeten, da sie Spezialistin auf dem Gebiet der Molekularbiologie ist. Aufgrund ihrer Auslandsreise ist Frau Dr. Berger jedoch nur schwer zu erreichen. So müsst ihr jetzt einspringen und herausfinden, ob das Trinkwasser tatsächlich mit einem modifizierten Bakterienstamm verunreinigt wurde – und die Zeit drängt! Ihr habt nur 70 Minuten Zeit, um einen Test zu entwickeln und das Ausrufen des Katastrophenfalls noch abzuwenden.

Wenn ihr nicht weiterkommt, könnt ihr versuchen Frau Dr. Berger zu erreichen. Da der Handyempfang an ihrem Aufenthaltsort jedoch sehr unzuverlässig ist, kann sie euch wohl nur ein paar kurze Hinweise geben, die euch auf die richtige Spur bringen können.

Ok, wie war das nochmal? Ihr sollt feststellen, ob sich ein genetisch verändertes Bakterium im Trinkwasser befindet. Dazu braucht ihr natürlich die Sequenzen, also die Abfolge der Nukleotide, der Wildtyp-DNA und des modifizierten Bakteriums. Das haben euch die Mitarbeitenden der Biotech-Firma schon per E-Mail geschickt. Wie weist ihr aber solch eine Veränderung (Mutation) im Bakterienerbgut nach? Da war doch was…, wie hieß nochmal diese Methode, mit der man die DNA von Organismen vermehren und untersuchen kann? Dafür gab es 1993 doch sogar den Nobelpreis…

Das bekommt ihr schon hin! Folgt einfach den Aufgaben und fragt zur Not Frau Dr. Berger, die euch ein paar Hilfehinweise geben kann. Aber denkt daran, das kostet euch wahrscheinlich ein paar Minuten und ihr habt nicht viel Zeit. (Wenn ihr das Spiel außerhalb des Klassenverbands spielt, stellt bitte einen Timer auf 70 Minuten und startet ihn, sobald ihr die nächste Seite öffnet.)

Und jetzt los, ihr habt eine wichtige Mission, die ihr am besten gemeinsam erfüllen könnt. Eure Aufgabe ist es fünf Rätsel zu lösen, die jeweils aus mehreren Fragen bestehen. Am Ende jeder Frage erhaltet ihr Codezahlen, welche in der richtigen Kombination zum nächsten Rätsel führen. Wenn ihr alle Fragen und damit alle Rätsel korrekt gelöst habt wisst ihr, ob das Trinkwasser wieder freigegeben werden kann. Am Ende wartet eine Belohnung auf euch – und natürlich die Dankbarkeit des Bürgermeisters und der ganzen Stadt.

Worauf wartet ihr? Die Zeit läuft!

 

Hinweis:

Es handelt sich bei dieser Geschichte um eine fiktive Situation. In der biotechnologischen Forschung müssen vor jedem Forschungsprojekt umfangreiche Sicherheitsbewertungen durchgeführt und die Versuche behördlich genehmigt werden. So können mögliche Gefahren für die Sicherheit der Forschenden, die Bevölkerung oder die Umwelt eingeschätzt werden. Forschungsprojekte mit einem potentiellen Gefährdungsrisiko dürfen nur unter Berücksichtigung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden.

Weitere Informationen zur Arbeit mit gentechnisch veränderten Organismen haben wir in diesem Dokument zusammengestellt.

 

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