Andrea Ferretti

Postdoktorand*in

Forschungsinteressen

Meine Hauptforschungsinteressen liegen in der Verhaltensökologie und Ökophysiologie. Meine Forschung konzentriert sich auf physiologische und verhaltensbezogene Strategien, die Individuen anwenden, um das Energiemanagement in schwierigen Lebensphasen (z. B. während der Entwicklung oder Migration) und in ungünstigen Kontexten zu optimieren. Insbesondere interessiere ich mich für die Rolle des Schlafs bei der Energieerhaltung und ob er als Reaktion auf ökologische und physiologischen Schwankungen des Energiebedarfs verändert werden kann.

In meiner Doktorarbeit am Fusani Lab (Universität Wien) habe ich Verhaltensstrategien von ziehenden Singvögeln untersucht, um die Energiereserven während des Zwischenstopps zu verändern, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen von Energiespeichern und dem Prädationsrisiko auf den Schlaf. Durch die Integration von mehreren Techniken (Verhaltensanalyse, Wärmebildtechnik und Atmungsmessung) konnte ich zeigen, dass Singvögel ihr Schlafmuster und ihre bevorzugte Körperhaltung in Abhängigkeit von der Abwägung zwischen Energieverbrauch und Prädationsrisiko verändern. Als Postdoc in der Forschungsgruppe Vogelschlaf werde ich untersuchen, ob und wie der Schlaf mit aktiver Fortbewegung bei Vögeln vereinbar ist. Außerdem werde ich untersuchen ob das gleichzeitige Auftreten dieser Verhaltensweisen durch den Energiebedarf aufgrund von Faktoren wie Wachstum, Arbeitsbelastung und Umweltbedingungen beeinflusst wird.

Vita

2021 - Postdoc, Forschungsgruppe Vogelschlaf, Max-Planck-Institut für Ornithologie Seewiesen, jetzt Max-Planck-Institut für Biologische Intelligenz

2015 – 2020: PhD in Biologie, Abt. Kognitionsbiologie, Universität Wien

2012 – 2014: MSc in Ökologie und Evolution, mit Spezialisierung auf Verhaltensbiologie. Fakultät für Biowissenschaften und Biotechnologie, Universität Ferrara

2008 – 2012: BSc in Biologie, mit Spezialisierung in Verhaltensbiologie. Fachbereich Biowissenschaften und Biotechnologie, Universität Ferrara
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