Abschluss der ersten Auslegungsphase für das Max-Planck-Rechenzentrum
Gemeinderat bespricht Einwände und Abwägungen und bereitet die zweite Veröffentlichung vor
Auf dem Wissenschaftscampus Martinsried plant die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) den Bau eines neuen Rechenzentrums (Data Center). Das Vorhaben soll die dringend benötigte Rechenleistung für die Forschung der über 80 Max-Planck-Institute sichern – darunter auch die der beiden Institute vor Ort. Im Rahmen des laufenden Bauleitverfahrens wurde die Öffentlichkeit nun erstmals beteiligt, um eine sorgfältige Abwägung aller Interessen zu gewährleisten.
Am 15. Juni 2026 informierte der Bauausschusses der Gemeinde Planegg über die Ergebnisse der ersten Veröffentlichung und das Abwägen der eingegangenen Stellungnahmen.
Die erste Auslegungsphase des Bebauungsplans
Die Pläne für das neue Rechenzentrum konnten ab dem 12. Januar für mehr als einen Monat im Rathaus und auf der Webseite der Gemeinde eingesehen und kommentiert werden. In dieser Zeit gingen insgesamt 64 Rückmeldungen ein, die überwiegend von Trägern öffentlicher Belange kamen, wie dem Landratsamt, dem Wasserwirtschaftsamt, umliegenden Gemeinden, Stadtwerken und Zweckverbänden.
Die eingegangenen Anregungen und Bedenken wurden sorgfältig von der Gemeindeverwaltung, Fachplanern und Gutachterbüros geprüft. Die Planung und die geforderten Gutachten wurden entsprechend angepasst. Zudem wurden Aspekte des extra erstellten Energiekonzepts noch einmal in der Sitzung vorgestellt und Fragen beantwortet.
Transparenz und weitere Beteiligung
In seiner Sitzung bestätigte der Bauausschuss einstimmig den festgehaltenen Umfang der eingearbeiteten Ergebnisse, sodass der vorhabenbezogene Bebauungsplan nun in die zweite Veröffentlichung überführt werden kann. Diese bietet erneut die Möglichkeit zur Einsicht und Stellungnahme. Erst nach dem Abwägen auch dieser Rückmeldungen und einer abschließenden Prüfung kommt der Bauausschuss der Gemeinde zusammen, um über den rechtsverbindlichen Beschluss der Pläne zu beraten.
Mit dem für das neue Max-Planck-Rechenzentrum gewählten Vorgehen des Bauleitverfahrens geben Gemeinde und Max-Planck-Gesellschaft der Öffentlichkeit detaillierte Einblick in das geplante Bauvorhaben, ermöglichen Stellungnahmen und legen transparent dar, wie mit Einwänden umgegangen wird. Gemeinsam kann so ein Rechenzentrum entstehen, das nicht nur für zukunftsfähige Grundlagenforschung steht, sondern auch für das Miteinander von Gemeinde und MPG.








